Sonntag, 29. Oktober 2017

Olympus OM-D E-M1 Mark II (vs. E-M1, E-5)



Olympus OM-D E-M1 Mark II Erfahrungen( vs. E-M1, E-5 )


Update: Feb2017 - Safari mit der E-M1.1 und E-M1.2 im Vergleich


In Tansania habe ich beide E-M1.x nebeneinander fotografiert.
Zwei Objektive waren die Referenzen mFT 300mm f4 und FT 90-250 f2.8.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die M1.2 das FT Objektiv deutlich schneller und treffsicherer in Ziel führt. Jedoch mit einer Ausnahme: Die M1.1 lässt die AF Feld Auswahl "kleines AF-Feld" zu. Diese Einstellung ist bei der M1.2 nicht mehr verfügbar. Wenn es also gilt genau auf das Auge eines Vogels bei Offenblende (minimale Schärfentiefe) bei 500mm zu fokussieren, ist hier die E-M1.1 treffsicherer. Überraschung !
Trotzdem ist schnell erfahrbar, dass die M1.2 in vielen kleinen aber wichtigen Dingen weiterentwickelt wurde. Z.B ist das ISO Rauschen eine Stufe besser geworden. ISO1600 macht mir keine Kopfschmerzen mehr bei der M1.2, bei der M1.1 würde ich diese Einstellung am frühen morgen nur "unwilllig" einstellen.
Bei dem mFT Objektiv sind bei E-M1 gleich schnell.
Die E-M1.2 zeigt zusammen mit dem internen IS des 300mm f4 unglaubliche Stabi-Fähigkeiten. Das Auflegen auf den Bohnensack kann man sich ohne 1,4 Konverter problemlos sparen und "freihand" schiessen, was tolle Freiheiten speziell auf Safari erlaubt. Klappt auch bei der M1.1, aber nicht ganz auf dem Niveau der M1.2.
Der "globige" Batteriegriff der E-M1.2 hat sich aufgrund seiner praktischen Pfeiltasten im Vertikalmodus sehr bewärt. Der Akku der E-M1.2 hält locker einen ganzen Safari Tag lang. Mit Batteriegriff sind locker zwei ganze Tage drin, ohne aufladen. 1000 Bilder pro Akku sind machbar.

Update Feb2107 Ende.
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Dies ist ein erster, subjektiver, praktischer Eindruck der Olympus OM-D E-M1 Mark-II Kamera.

Nach gut drei Jahren mit der E-M1 (Mark I) Kamera, habe ich nunmehr eine Mark II erworben. Dieser Kurzbericht, gibt meine Eindrücke im Vergleich zur Mark I wieder.

Handhabung:
Der erste Eindruck ist "groß"! Die MkII ist deutlich größer und schwerer als die MkI.
Bedingt durch den leistungsstärkeren Akku ist der Batteriegriff der Kamera nun eher für große Hände gemacht, denn für normale Hände. Trotzdem liegt die Kamera fest und sicher in der Hand. Der externe Batteriegriff ist ebenfalls deutlich größer geworden. Zusammen ist das mFT System damit so hoch und breit, aber mit geringerer Bautiefe, wie eine konventionelle DSLR mit Batteriegriff. Vorteil zur MkI/DSLR verspielt :-) Der Batteriegriff hat nunmehr eine "fünf Tasten" Steuerung, was diesen ebenfalls vergrößert hat, aber sehr willkommen in der Handhabung ist. Das Schwenkdisplay, wie früher schon bei der E5, ist gewöhnungsbedürftig, aber auf dem Stativ bei Hochkantaufnahmen top.
Persönlich liegt mir das Design und die Größe der MkI besser.
Der neue Dual-SD Slot ist ein Zugeständnis an die Zielgruppe der (Presse-) Profis.
Oly verwendet beim Batteriegriff einen "abstehenden Kontaktblock". Hier bleibt immer systembedingt das ungute Gefühl, was passiert mit diesen Kontakten wenn ich den Griff mal schnell im Rucksack ablege und transportiere. Den gelieferten Deckel, habe ich nicht jederzeit griffbereit. Bisher ging bei der MkI immer alles gut....

Akku:
Deutlich in der Leistung gesteigert und damit größer geworden, ist dies ein maßgeblicher Vorteil, der spürbar ist. Einen ganzen Tag mit einem Akku fotografieren ist damit problemlos möglich. Mit externem Batteriegriff ist sogar deutlich mehr möglich >1000 Bilder.
Im Live-Composite Modus sind Sternenverläufe mit deutlich >3h Belichtung (und das bei -5°C im Winter bereits ausprobiert) möglich.
Die MkI konnte nur etwa 2 Stunden durchhalten.
Die MkII sollte mit externem Batteriegriff im aktiven Live-Composite-Modus locker 5-6 Std durchhalten. Bei einem Schlittenhunderennen über zwei Tage, habe ich bei 0°C fast 800 Bilder mit einem Akku gemacht und die Bilder abends noch am Display durchgesehen, bevor ich den Akku geladen habe. Super Olympus!
Die Akkuladezeit hat sich verkürzt auf etwa 100min für die Aufladung eines 5% geladenen Akkus.
Im Menü der Kamera kann nunmehr der Ladezustand in %-Wert angezeigt werden, sowie die „Degradation“. Im Display ist der %-Wert nicht zuverlässig. Ich habe bereits bei Anzeige 0% (Außentemperatur -5°C) weiterfotografiert. Die Balkenanzeige zeigte noch einen grünen Balken an und war somit verlässlicher. Olympus bitte demnächst nachbessern.

Sensor:
Ok, der MkII Sensor hat mit 20MPixel 20% mehr Auflösung. Ich persönlich bin auch mit den 16MPixel der MkI zufrieden gewesen.
Was Rauschen und ISO Fähigkeit betrifft, kann ich keine großen Vorteile der MkII melden. Bilder bis ISO3200 (MkI 1600) akzeptabel. Praktisch, dass nunmehr ISO-Low auf ISO64 liegt. Nur in den Details und in den Lichtern, "glaube" ich etwas mehr Dynamik zu erkennen, das aber nur im „pixel-peeker-modus“. Hierzu gibt es aber bereits genug „Vorträge“ im Internet. Daran will ich mich nicht beteiligen.
Etwas Statistik: ISO1600 und höher machen bei mir weniger als 1% der Bilder der letzten 3 Jahre aus. Wer aber ISO1600 und höher öfter bracht, der sollte sich bei APS-C oder FF umschauen.
Langzeitaufnahmen und Sternenspuren Fazit:
Die MkII ist rauschärmer als die MkI und nutzbar bis ISO1600/1min. Auf die Noise-Reduction (Schwarzbild) könnte man bis ISO800 verzichten, was eine schnellere Bildfolge ermöglicht. Für längere Aufnahmen, gibt es ja "Live-Composing".
Ach ja Full-Frame Diskussion?! Für mich ist FF, dass ich ein Bild im Internet mit einer zeitgemäßen 2,5k Auflösung abbilden kann. Somit kann ich die MkII Bilder 50% croppen und erhalte weiterhin 2,5k. Wer jetzt sagt: "was nur 2,5k?", dem sei empfohlen, mal über die Google Statistik, die Monitorauflösungen seiner Homepage Besucher zu vergleichen!

Menü:
So wie schon bei der MkI ist auch das "marginal" überarbeitete Menü der MkII "überwältigend" vielfältig. Das heißt in der Praxis, zuerst zuhause üben, dann in den Feldversuch, denn "eben mal was ändern" ist komplex.
Aber nach Jahren Olympus bin ich mittlerweile daran gewöhnt, dass alles irgendwie, irgendwo konfigurierbar ist und dadurch die Übersichtlichkeit „leidet“. Für Neueinsteiger bedarf das Oly-Menü reichlich „Einarbeitung“ und „learning by doing“.
Ich wünschte mir, dass in der Einstellungsübersicht, die Punkte für Video auszublenden wären, da ich keine Videos mache.
Das Einstellrad bietet nunmehr die individuell konfigurierbaren C1, C2, C3 Modi. Startet man z.B. in C3 shooting und ändert schnell ein paar Einstellungen, schaltet dann die Kamera ab und wieder an, sind nur die "original" C3 Einstellungen aktiv. Hier wünschte ich mir, dass die aktuellen Einstellungen solange erhalten bleiben (nach aus- und einschalten), bis ich das Wählrad aus der Position C3 ändere.
Die Einstellungen sind jetzt, endlich muss man sagen, auf SD-Karte speicherbar und damit portabel. Auch bei FW Updates bleiben diese erhalten.

5-Achsen Bildstabilisator:
Ok, der bereits hervorragende IS der MkI wurde nochmal spürbar verbessert.
2Sek/F19/ISO200/windig/freihand
Ich habe Freihand-Landschaftsaufnahmen mit 2 Sekunden! und die sind detailreich und scharf. Dieser IS ist derzeit die marktweite Referenzklasse, was auch hohe ISO Zahlen kompensieren kann.

elektronischer Sucher EVF:

Der eine mag einen EVF, der andere lehnt ihn ab. Ich möchte diesen schon seit der MkI nicht mehr missen. Die bereits gute Reaktionsgeschwindigkeit der MkI EVF wurde nochmal verbessert. Bei schnellem Verschwenken der Kamera ist da kein ruckeln zu bemerken. Ich habe da nichts, aber auch gar nichts zu meckern - super Olympus!
äh second thought: Die Displaymuschel ist genauso "billig" gemacht wie bei der MkI. Eine Pro-Kamera sollte hier eine weiche, große Augenmuschel haben (E-5 war ok).

Display:Das Display scheint mir dasselbe zu sein wie bei der MkI. Es ist befriedigend scharf und touch-tauglich. Jedoch, ein wenig mehr Pixel, wären angesichts von Handydisplays mit 4k Auflösung schon drin gewesen ... etwas enttäuschend angesichts des Preisschildes.

Automatischer Focus S-AF:

Bisher kann ich nur den S-AF beurteilen, aber auch hier hat Olympus merklich weiterentwickelt. Die Treffsicherheit ist top, auch bei schwacher Lichtsituation.
Der S-AF mit Legacy Objektiven der FT Pro Serie, wie z.B das 90-250/f2.8 ist nunmehr so schnell wie es unter dem PDAF der E-5 war. Der PDAF führt die FT-Objektive ohne Nachjustieren des Kontrast-AF direkt in´s Ziel und löst sofort aus. Bei mFT-Pro Objektiven ist die Geschwindigkeit sowieso bekannterweise über jeden Zweifel erhaben.
Die deutlich erhöhte AF Felder Zahl mit jeweils auch einem PDAF Kreuzsensor deckt nunmehr den ganzen Bildbereich ab. Optimal ist, dass jetzt auch die Spotmessung auf das jeweilige AF Feld gelegt werden kann.
Zu erwähnen ist auch der neu implementierte M-PreAF. Eine einmalige AF Messung stellt im M-Modus das Bildscharf und bleibt dann bestehen. Sehr praktisch in der nächtlichen Landschaftsfotografie, das manuelle Scharfstellen mit Lupenfunktion, kann man getrost dem Kontrast-AF überlassen. Wer hier einen Widerspruch erkennt, ja, kann man so sehen, aber in Situationen wo man Mehrfachbelichtungen mit gleichem Fokus machen will, sehr brauchbar.
Wichtig ist aber das Verständnis für die Funktionsweise des Kontrast-AF. Wer von PDAF kommt, muss hier umlernen oder wird enttäuscht werden.
Kurztipp: Immer auf Kontrastkanten fokussieren und bedenken, dass „innerhalb“ eines/mehrerer Fokusfeldes/r auch der Hintergrund Kontrastkanten „anbietet“, welche für die Kamera „attraktiver“ erscheint. Wenn man sich mal auf das Kontrast-AF eingelassen hat, bietet es viele Vorteile, welche nunmehr mit der MkII und dem unterstützenden PDAF optimiert wurden. Durch den PDAF arbeitet die Kamera nunmehr, wie bei DSLR, mit „nearest is best“ Entscheidung (erster Eindruck, muss ich noch weiter verifizieren).
Leider erklärt Olympus meines Wissens nach nirgendwo, wie genau das AF-Konzept+PDAF Unterstützung arbeitet. Somit muss man etwas üben und Vertrauen mit dem AF-Konzept aufbauen, aber dann „rockt es“.
Und noch ein Tipp: Wenn die Freihand-Tiefenschärfe klein ist, dann nicht wie bei PDAF halb-durchdrücken und scharfstellen vor dem Bild, sondern gleich ganz durchdrücken und damit beim AF lock-on unmittelbar das Bild machen.
Interessante neue Funktion: Der AF-Punkt kann nunmehr mit dem Daumen, bei gleichzeitiger Nutzung des EVF, nachgeführt werden. Braucht etwas Übung, aber klappt ganz gut. 


Automatischer Focus C-AF:


Ich werde diesen Modus nur selten nutzen. Jedoch habe ich im Januar 2017 ein Hundeschlittenrennen fotografiert, und kann hier die E-5, MkI und die MkII vergleichen. Im "worst case" Fall, also wenn die Hunde direkt auf den Fotografen zulaufen (mit teils 30-40km/h) ist der AF-C der MkII dem der MkI überlegen, jedoch ist die MkII hier nur unwesentlich besser. Warum? Weil der Kontrastautofocus mit den meist dunkel, schwarzen Hunden teilweise überfordert ist. Klar irgendeinen Hund erwischt der Autofocus immer, aber die Kunst ist den Fronthund scharf zu kriegen! Und hier hatte ich mit der alten E-5 mit PDAF dieselben Ergebnisse. Die "C-AF Tracking" Funktion war bei den Hunden wegen des unruhigen Hintergrundes "unbrauchbar".
Ich bezweifle aber nicht, dass bei guten Kontrastkanten am Motiv die MkII die beste Wahle bei C-AF ist.
hierzu verweise ich zum "Robin Wong Blog" siehe unten.
Von Olympus würde ich erwarten, dass der hinterlegte C-AF Algorithmus bei MFT und FT Objektiven erklärt wird. Nur so kann sich der Fotograf auf die Eigenschaften einstellen .... leider kenne ich keine solche Mitteilung.
C-AF Sperre: Hier fehlen mir noch die Erfahrungen, jedoch kann man sagen dass, Richtung +2 (fest) für Objekte die auf einem zukommen gedacht ist, Richtung -2 (locker) für alle Ereignisse, die sich frei beweglich verhalten.
Anmerkung "rolling shutter effect": Ich habe bei dem Schlittenhundeshooting, einige shot´s mit electronic shutter gemacht. Bei der Auswertung am PC konnte ich keine "verdächtigen Verformungen" an den Hunden trotz Mitziehers bemerken. Jedoch bitte ich diese Aussagen, nur als Hinweis und nicht als Urteil zu betrachten, da ich hier keine großen Erfahrungen mit diesem Effekt habe/hatte.


FourThirds Objektive:

Ok, ich habe nur noch eins das ich nicht hergebe: Zuiko 90-250mm/F2.8
Mittlerweile habe ich Tier-Bilder in freier Wildbahn mit dem FT gemacht und kann folgende Aussagen treffen. Die MkII ist treffsicherer und viel schneller als die MkI. Wenn es bei der MkI bei Sonnenuntergang/-aufgang (ISO 800+) bei Tieren noch ab und an (aber selten) zu einem Pumpen kam, so saust der Microschrittmotor bei MkII direkt ins Ziel und "zack" Treffer. (S-AF/1Messfeld)
Leider habe ich mein FT 7-14mm verkauft, denn dieses Objektiv hatte bei schlechtem Licht die größten "Fokusverzögerungen" bei der E-M1. (jedoch nicht bei der E-5). Vielleicht beschreibt ja irgendjemand das Verhalten an der MkII, ich bin interressiert....

ProCapH/L Modus (bis zu 60Bilder/sec), welche SDxc Karte?

Mit der neuen, extrem schnellen Bildfolge von bis zu 60Bilder/sek (ohne AF-Nachführung und elektr. Verschluss) stellt sich die Frage nach einer geeigneten SD Karte.
Vorab, ich werde diese schnelle Serienbildaufnahme nicht viel nutzen, trotzdem hier ein paar Überlegungen.
Ich nutze in Slot1 (SDxc / UHSII) nunmehr eine 128GB (1000x) SDxc Karte (Schreiben 76MByte/s, Lesen 140MByte/s getestet)
Bei einer Auslösung und damit verbunden 25 Bildern (Standardeinstellung) dauert es ca. 4-5 Sek/RAW und 2 Sek/LF JPEG auf meine 1000xSD zu speichern. Der MkII Buffer ist gross genug, noch während des Speicherns, eine weitere Bilderserie zu machen. Selbst für ambitionierte Sportfotografen, sollte dieser Speicherdurchsatz reichen um keinen Shot zu verpassen. 
Mittlerweile habe ich Makro Fokus Braketing Aufnahmen gemacht. Die MkII macht hier im Silent-Mode (elektr. Verschluss) in schneller Bildfolge einzelne Bilder unterschiedlicher Fokusierung, zwecks größerer Tiefenschärfe des zusammengerechneten Bildes (Focus Stacking am PC). 10-15 Bilder in unter einer Sekunde und die MKII steckt diese schneller auf die 1000x SDxc Karte als ich den Speichervorgang auf dem Monitor kontrollieren kann.
Trotzdem würde ich reinen Sportfotografen, lieber gleich zu einer schnelleren 2000x SDxc mit angeblichen "300MByte/sec" raten (bei RAW-Aufnahmen). Für JPEGs sollte eine 1000x SDxc hier ebenfalls locker reichen.


Focus Stacking Kamera intern:

Diese Funktion wurde bei der MkI per SW Update eingeführt. Die MkII arbeit hier genauso zuverlässig. Es können bis zu 8 Bilder vom vorderen Focuspunkt nach hinten automatisch im Silent/HighSpeedMode gemacht werden, welche kameraintern in ein JPG File mit großer Tiefenschärfe (Makro) zusammengerechnet werden. Das können andere genausogut (z.B. LUMIX).  Hervorzuheben ist aber, dass der extrem zuverlässige IS zusammen mit der H-Bildfolge, dies nun auch freihand möglich macht (klappt nicht immer, aber doch überzeugend oft, was Makrofotografen neue Möglichkeiten eröffnet).  Alles in allem eine sehr willkommene, gutgemachte Funktion.
Olympus, bitte jetzt noch das Verrechnen im RAW Modus nachreichen :-)


Verarbeitung:
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:
-5°C/100% Luftfeuchte und nach drei Std Belichtung im Live-Composite-Mode.
Randnotiz: Die Plastikabdeckungen links und die SD Karten Abdeckung rechts machen nicht ganz den wertigen Eindruck wie bei der MKI (subjektives Gefühl)
Trotzdem: Regen, Schnee, Kälte, Staub alles hat der E-5 und E-M1 nichts ausgemacht .... ich erwarte nicht weniger von der MkII.


Oly Image Share APP:

Die App wurde nochmals verbessert und nunmehr ist auch Live-Composite über die App möglich. Ganz nett und praktisch im kalten Winter die Sternenspurenfotos über Stunden vom warmen Auto aus zu steuern und live zu verfolgen. Einschränkend ist zu sagen, dass die WIFI Verbindung nur bis etwa 15 Meter Abstand stabil arbeitet. Die WIFI Antenne ist im Griff integriert. Leider bietet die MkII keinen GPS Sensor, sonder nutzt über die App das Handy-GPS Signal, was deutlich auf die Akku-Performance des Handys geht.

Live-Composite und Live-Time Funktion:

Diese Funktionen wurden mit der MkI durch SW-Update eingeführt. Ich will diese Funktionen nicht mehr missen. Beim Fotografieren nach Sonnenuntergang einfach in Live-Time das sich entwickelnde Histogramm und Live-Bild anschauen und die Belichtung genau im gewünschten Moment stoppen. Ebenso läßt sich im Live-Composite z.B. "Lichtmalerei" ohne Sorge über die Belichtungszeit erzeugen. Top! ISO200 ist damit die Wahl für Nachtaufnahmen geworden. (Stativ vorausgesetzt).

Update:

Ein Wort zur Update Politik von Olympus bei der E-M1 MarkI:
Danke Olympus für drei Jahre kontinuierlicher Life-Time-Updates mit neuen Features und Produktpflege.

Preis:
Ohne Bewertung für die Kamera.
Nur zu dem Batteriegriff will ich ein Wort verlieren. 299EUR + 79EUR für den zweiten Akku ist „unverschämt“, wenn man bedenkt, dass der alte Batteriegriff der MkI nicht auf die MkII passt. 


(Zwischen-)Fazit:
Olympus hat die E-M1 in vielen Details deutlich verbessert und in die Zukunft geführt. Wirklich wertvoll ist die E-M1 wenn man die vielen! klasse Objektive mit in Betracht zieht. Das System microFT und E-M1 bietet sicherlich alles was sich ambitionierte Amateure und (Presse-)Profis wünschen. 

Wünsche:

-integrierter GPS Sensor
-perfekt passender L-Winkel Arca-Swiss kompatibel von Olympus
-mFT Nachfolger für 90-250/f2.8
-mFT Konverter 2,0x


Links:

Pen-and-tell - Dynamik und Rauschen

Robin Wong - E-M1 MkII Review - meine Empfehlung



Blog wird aktuell gehalten – arthur-brunner.photo

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