Sonntag, 24. September 2017

Motorradreisen Länderinfo kurz&knapp

Hier findest Du Länderinfos, die in den Motorrad-Reiseführern und Reiseberichten nicht erwähnt werden, die ich aber gerne vorher gewusst hätte.
Kurz und knapp gehalten. Stand 05/2018


Frankreich:

  • In Frankreich haben die Motorradwerkstätten Sonntag und Montag geschlossen. Samstags nur morgens für ca. 3 Stunden geöffnet. Wer am Samstag nachmittags eine Panne hat wird wohl bis Dienstag warten müssen.
  • Reifenwechsel oder Reifenpannen, werden von Reifenhändlern, zB Euromaster an Motorrädern nicht ausgeführt, man muss zum Motorradhändler.
  • In Südfrankreich weht häufig der stark böige Mistral, von Norden. Der Wind erfordert permanente Achtsamkeit.
  • Busgelder bei Geschwindigkeitüberschreitung sind gesalzen. Es gibt keine Kulanzüberschreitung. 80km/h bedeutet auch 80km/h, darüber ist ein Busgeld fällig. FRA treibt seine Busgelder auch in D ein.
  • Es wird versteckt von hinten geblitzt, damit sind Motorräder-Kennzeichen auswertbar.
  • Es gibt Autofahrer, die permanent äusserst kapp hinter einem herfahren und keinen Mindestabstand einhalten. Verständnis der Fahrer für die Situation Fehlanzeige.
  • Immer mehr Städte (Grenoble, Paris, Avignon usw) haben eine Umweltzone, es ist eine "crit air" Plakette am Motorrad anzubringen. Diese Plakette gibt es derzeit (2017) nur für Windschutzinnenseite zum ankleben. Wer kein durchsichtiges Windschild hat, hat ein Problem. Infos unter http://www.certificat-air.gouv.fr/en/ Der Versand nach D dauert bis zu zwei Wochen.
  • Die Crit'Air Plakette kostet 5EUR und es gibt sie nur online. Vorsicht vor Trittbrettfahrern die bis zu 29EUR verlangen.
  • Manche Mautstationen akzeptieren keine VISA Karte. MAESTRO als Zweitkarte mitnehmen.
  • Motorradfahrer grüssen beim Überholen mit dem rechtem Fuss.

Italien:

  • An unbesetzten Mautstationen, wird manchmal das Motorrad nicht erkannt und es wird keine Karte ausgegegen. Einfach die Hilfetaste drücken, jemand kontolliert per Video und löst eine Karte aus.
  • Bekannterweise ist Benzin in ITA sehr teuer.
  • Aus ITA gibt es Meldungen über Probleme mit im Sommer gefahrenen Motorradreifen mit M+S Kennzeichen, bei Verkehrskontrollen. Bitte im Internet, ggf nach dem neusten Stand informieren.

Spanien:

  • Zentralspanien, in der Sierra, weht oft ein starker böiger Wind. Dieser kann einem nach einigen Tagen den Spass am fahren verderben. Der Wind erfordert permanente Aufmersamkeit.
  • Die zentrale Sierra liegt auf 500 bis 1000m. Dort wird es schon im September morgens unter 10C kalt.
  • Das Festsetzen per Radkralle bei nicht in gekennzeichneten Moto Bereichen abgestellten Motorrädern wird teuer und langwierig. Die Spanier sind da sehr strickt und eine kontollierende Politesse ist nicht weit weg.
  • Banderas Reales Park: Der Park wird nach Sonnenuntergang von Rangern kontolliert und fordert alle auf den Park zu verlassen, bei Busgeldandrohung. Es ist durchaus interresant, den Park aus Norden anzufahren, dieser Teil ist sehr reizvoll. Die Schotterstrassen sind auch für Strassenmaschinen befahrbar. Leichtes, ebenes Gelände, staubig, Enduro mit Halbstollenreifen klar im Vorteil. Bei Regen (selten) sollten Strassenreifenfahrer draussen bleiben.

Sardinien:

  • Die Sarden sind umweltschutzmässige Neandertaler, es liegt überall Müll am Wegesrand, sogar an den schönsten Landschaftspunkten oder Naturparks.
  • Die Polizei verwendet innerorts gerne mobile Laserkontrollen.
  • Es gibt Autofahrer, die permanent äusserst kapp hinter einem herfahren und keinen Mindestabstand einhalten. Verständnis der Fahrer für die Situation Fehlanzeige.
  • Die Toiletten auf den Fähren sind unhygienisch und vernachlässigt.
  • Das Essen auf den Fähren ist nicht zu empfehlen, da einfach "schlecht" und teuer.
  • An Tankstellen ist der am Strassenrand angezeigte Preis (ohnehin schon teuer), nur für "self-service" und bar Zahlung gültig. Es gibt Zapfsäulen, mit Tankwartservice und Kreditkartenzahlung. An diesen gesondert (übersieht man leicht) gekennzeichneten Säulen kostet das Benzin dann 10% mehr.
  • Auf vielen Landstrassen, in den Bergen, ist der Belag besonders griffig, hier macht Schräglagenfahren Spass.
  • Es gibt im Landesinneren oftmals wenig Verkehr, toll. Aber dies ist ein touristisch beanspruchtes Land und schon hinter der nächsten Kurve, kann ein Bus entgegenkommen, der schon mal 1m deiner Fahrbahnseite beansprucht.

Korsika:

  • Mobiltelefon (Klarmobil/Vodafone) konnte (bis auf zwei/drei kleine Orte) kein Netz finden
    ich war gezwungen eine lokale Prepaid SIM Karte zu kaufen (Orange) um telefonieren zu können (stand 05.2018). Es gibt nur vier Orange Verkaufsstellen auf der ganzen Insel, mit dementsprechend hohem Kundenandrang. Ich war 1-1/2 Std im Shop.
  • Korsika ist ein Traum für Biker, im Hinterland der Berge ist eine Enduro von Vorteil.
  • Hotelunterkunfte sind in Korsika generell sehr teuer (Doppelzimmer ab 100EUR)
  • Corsica Ferries (ab Savona/ITA) biete einen ordentlichen Service, saubere Kabinen und ordentliches Frühstück/Abendessen zu akzeptablen Preisen.
  • Corsica Fähre ab Savona 23Uhr, Ankunft Bastia 06Uhr ist ideal, man kommt ausgeschlafen morgens an und verliert keine Zeit. Rückreise ab Bastia 20Uhr / Ankunft Savona 07Uhr.
  • Der Teer ist auch auf Nebenstraßen griffig, jedoch nach Regen ist mit angeschwemmten Sand auf der Fahrbahn zu rechnen (direkt hinter einer Kurve kann das schon ein Problem darstellen)
  • klaro, wenn Schei** auf der Straße, dann sind die Ziegen und Schweine nicht weit weg

Kroatien:

  • Fahren bei Regen kann lebensgefährlich sein. Ältere Strassen, vorwiegend in den Städten, sind dann wegen der "kleinen abgefahrenen Steine im noch sozialistischen Asphalt" spiegelglatt. Kurz die Vorderradbremse betätigt und "Abflug"!
  • Auch in Kroatien kann es zu starken Winden kommen, die permanente Achtsamkeit erfordern.
  • Auf dem Land ist Alkohol am Steuer und rücksichtsloses Fahren durchaus noch anzutreffen, besonders Nachts ist Vorsicht geboten.

Portugal:

  • Manche Mautstationen akzeptieren keine VISA Karte. MAESTRO als Zweitkarte mitnehmen.
  • Benzin ist günstig.

Schweiz:

  • Eh klar, in der Schweiz gibt es bei Geschwindigkeitsüberschreitungen keine Kulanz.
    Die Geldbußen sind saftig und "geblitzt" wird viel und oft.

ADAC:

  • Wer den ADAC im Ausland in Anspruch nimmt und einen Auslandschutz hat, bekommt bis zu drei Tage Hotelkosten von 80EUR/Tag erstattet. Jedoch reagiert der ADAC nicht auf Emails diesbezüglich. Man muss formlos, schriftlich die Erstattung in München beantragen und bekommt erst dann einen langen Fragebogen zugesandt. Diese Wellenbrechermentalität scheint "Absicht" zu sein. Nur wer hartnäckig bleibt, bekommt eine Erstattung.
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Disclaimer:
Alle Infos wurden nach bestem Wissen und persönlicher Erfahrung beschrieben. Kein Anspruch auf allgemeine Richtigkeit.

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